Leitungsgebundene Emission
Gemessen wird die Störspannung/-strom, die ein Gerät über seine Versorgungs- und Signalleitungen abgibt. Dafür sorgt eine Netznachbildung (LISN) für eine definierte Impedanz und koppelt das Störsignal zum Messempfänger aus. Im Automotive-Kontext (CISPR 25) läuft die leitungsgebundene Messung typ. von 150 kHz bis 108 MHz, mit Peak- und Average-Detektor.
Gestrahlte Emission
Hier werden die abgestrahlten Felder mit Antennen erfasst. Die Referenzmethode ist die ALSE-Methode (Absorber Lined Shielded Enclosure) — also eine geschirmte, mit Absorbern ausgekleidete Halle, die Reflexionen unterdrückt. Nach CISPR 25 wird auf 1 m Messabstand gemessen — näher als viele andere Normen, was die Empfindlichkeit erhöht und das reale Fahrzeugumfeld besser abbildet. Der Frequenzbereich reicht bis 2500 MHz.
Warum eine Vollabsorberhalle?
Eine Vollabsorberhalle liefert reproduzierbare, reflexionsfreie Bedingungen für gestrahlte Messungen — die Voraussetzung dafür, Maßnahmen verlässlich zu bewerten. Wir nutzen sie entwicklungsbegleitend (Pre-Compliance), bevor die teure akkreditierte Prüfung ansteht.
Und die Störfestigkeit?
Neben der Emission wird die Immunität geprüft — ESD, Burst und Surge. Mehr dazu im Artikel ESD, Burst & Surge.
Gestrahlte Messung im Absorberraum.
Reflexionsarme, mit Absorbern ausgekleidete Messumgebung mit Messantenne — so werden abgestrahlte Felder reproduzierbar erfasst. Eine reine Schirmkabine würde Reflexionen erzeugen und das Ergebnis verfälschen.
Häufige Fragen
Was ist eine LISN?
Brauche ich eine Absorberhalle oder reicht eine Schirmkabine?
Quellen: CISPR 25 — Messmethoden, In Compliance Magazine: Automotive EMC, EMC United: CISPR 25. Frequenzbereiche/Abstände gem. CISPR 25; maßgeblich ist die gültige Normfassung.
