StartWissenMQTT & OPC UA

Ratgeber · Kommunikation

MQTT & OPC UA — wie Maschinen Daten austauschen.

Zwei Protokolle prägen das industrielle IoT: das schlanke MQTT und das datenreiche OPC UA. Sie konkurrieren weniger, als sie sich ergänzen.

MQTT — schlank und skalierbar

MQTT ist ein leichtgewichtiges Publish/Subscribe-Protokoll: Geräte (Publisher) senden an einen zentralen Broker (z. B. Mosquitto, HiveMQ); Empfänger (Subscriber) abonnieren nur die Themen, die sie interessieren. Publisher und Subscriber kommunizieren nie direkt — das macht das Modell sehr skalierbar.

Drei Zustellgarantien (QoS)

  • QoS 0 — höchstens einmal (fire and forget)
  • QoS 1 — mindestens einmal (mit Bestätigung, ggf. Wiederholung)
  • QoS 2 — genau einmal

OPC UA — datenreich und sicher

OPC UA (OPC Foundation) ist ein industrielles Client/Server-Protokoll mit reichem Informationsmodell und integrierter Sicherheit — stark dort, wo Interoperabilität und semantisch beschriebene Daten zählen.

Oft die beste Lösung: beides

Eine bewährte Kombination nutzt OPC UA für das semantisch reiche, sichere Umfeld in der Anlage und MQTT als effizienten, skalierbaren Transport in die Cloud — Analyse, Speicherung, Visualisierung. Die Einordnung in die Gesamtkette zeigt die IoT-Architektur.

Häufige Fragen

Welches QoS soll ich wählen?
QoS 0 für unkritische, häufige Messwerte (Verlust verschmerzbar), QoS 1 für wichtige Ereignisse (Doppelung möglich), QoS 2 für Fälle, in denen jede Nachricht genau einmal ankommen muss. Höheres QoS kostet Latenz und Overhead.
MQTT oder OPC UA?
Kommt auf die Aufgabe an — und oft ist die Antwort beides. OPC UA für reiche, sichere Maschinendaten vor Ort, MQTT für den schlanken Transport in die Cloud. Wir wählen den Stack passend zum System.