StartWissenLV 148 (48 V)

Ratgeber · Automotive-Komponenten

LV 148 — das 48-V-Pendant zu LV 124.

Mild-Hybride und leistungsstarke Nebenaggregate brachten das 48-V-Bordnetz. LV 148 definiert die elektrischen Prüfungen dafür — als Ergänzung zu LV 124.

Was LV 148 regelt

LV 148 ist die VDA-Prüfnorm für elektrische, elektronische und mechatronische Komponenten in Pkw (bis 3,5 t) mit 48-V-Bordnetz. Sie wurde — wie LV 124 — von den Herstellern Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen als gemeinsame Basis entwickelt.

Verhältnis zu LV 124

LV 148 ergänzt LV 124: Der Spannungswechsel auf 48 V erfordert vor allem angepasste elektrische Prüfungen (entspricht Teil I von LV 124). Die übrigen Prüfbereiche — mechanisch, klimatisch, chemisch sowie Lebensdauer (Teil II von LV 124) — gelten unverändert und müssen für 48 V nicht neu definiert werden.

Warum 48 Volt?

48-V-Systeme liefern mehr Leistung bei kleineren Querschnitten — für Mild-Hybride, elektrische Verdichter, aktives Fahrwerk u. a. Mehr Leistung heißt auch: sorgfältige EMV-Auslegung der schaltenden Pfade.

Häufige Fragen

Brauche ich LV 124 und LV 148?
Für ein 48-V-Bauteil sind die elektrischen Prüfungen aus LV 148 maßgeblich, die mechanischen/klimatischen/chemischen weiterhin aus LV 124. In der Praxis greifen beide ineinander. Den genauen Rahmen (oft als OEM-Ableitung) klären wir projektbezogen.
Und die EMV?
EMV regeln auch hier CISPR 25 und ISO 11452 sowie der Rahmen ECE-R10 — unabhängig von der Bordnetzspannung. Bei 48 V verdient die Leistungselektronik besondere EMV-Aufmerksamkeit.

Quellen: testxchange — LV 148, LV 124 / LV 148 im Vergleich. Maßgeblich ist die gültige Fassung bzw. die OEM-Ableitung.