Ratgeber · Vernetzte Systeme
IoT-Architektur — vom Sensor bis in die Cloud.
Ein IoT-System ist eine Kette aus Schichten. Wer sie kennt, entscheidet bewusst, was am Gerät, was im Gateway und was in der Cloud passiert.
Die vier Schichten
- Device / Sensor: Sensoren und Aktoren erfassen Daten und wirken auf den Prozess.
- Gateway: bündelt Geräte, übernimmt die Protokollübersetzung (z. B. Modbus, CAN oder Zigbee nach MQTT/HTTPS), filtert und sichert die Übertragung.
- Edge: Vorverarbeitung direkt am Gerät oder Gateway — reduziert Latenz und Bandbreite und ermöglicht Echtzeit-Reaktionen (siehe Edge AI).
- Cloud: Analyse, Speicherung und Anwendungen für alles, was nicht in Echtzeit am Gerät entschieden werden muss.
Warum die Edge-Schicht entscheidend ist
Nicht jede Entscheidung gehört in die Cloud. Was schnell, datensparsam oder ausfallsicher sein muss, läuft am Edge; was Rechenleistung und Gesamtsicht braucht, in der Cloud. Diese Aufteilung bewusst zu treffen, ist der Kern guter IoT-Architektur.
Hardware-Nähe als Vorteil
Weil wir Sensorik, Elektronik und Embedded-Software selbst entwickeln, sitzt die Datenerfassung genau an der richtigen Stelle — und die Protokollwahl passt zur realen Hardware (siehe MQTT & OPC UA).
Häufige Fragen
Was macht ein IoT-Gateway genau?
Es verbindet heterogene Geräte mit der Cloud: Es übersetzt die geräteseitigen Protokolle (z. B. Modbus, CAN) in cloudseitige (z. B. MQTT, HTTPS), filtert Daten vor und sichert die Verbindung ab.
Brauche ich überhaupt eine Cloud?
Nicht für alles. Viele Funktionen laufen am Edge; die Cloud ergänzt für übergreifende Analyse, Speicherung und Visualisierung. Häufig ist ein hybrider Aufbau die beste Lösung.